2. Autorentreffen am 10. Juni 2004


Auch dieses Jahr sollte es wieder

ein Autorentreffen geben!


Bereits nach dem 1. Treffen im Mai 2003 machte ich mir Gedanken, was die Autoren so interessieren könnte. So ein "Event" will schließlich gut vorbereitet sein. An vieles ist zu denken. Es sollte wieder ein freier Tag sein, um sich nicht extra einen Urlaubstag nehmen zu müssen. Himmelfahrt oder Fronleichnam bot sich an.

Diesmal wählte ich als Veranstaltungsort das Bildungszentrum am Gewerbemuseumsplatz. Der Fabersaal wurde mir zur Verfügung gestellt. Er war schön groß, luftig und verfügte über Mikrofonanlage, Verdunkelung, Flip Chart und Videowagen. Das Angenehme: das BZ ist in Bahnhofsnähe; Parkmöglichkeiten waren durch 2 Parkhäuser gewährleistet.

Mein persönlicher Anspruch war - wie immer - hoch. Ich wollte, dass der Preis passt, dass die Referenten etwas rüber bringen, dass sich die Teilnehmer sowohl literarisch als auch kulinarisch wohl fühlen und mit einem positiven Gefühl nach Hause zurück kehren.

Neben den Dozenten Titus Müller, Klaus N. Frick und Birgit Politycki hatten sich auch Kathrin Lange von der Federwelt und Gabi Neumayer vom tempest angesagt. Vielen Dank den beiden für die "werbetechnische" Unterstützung :) :)

Gabi & Katrin




Autor sucht Verlag! Verlag sucht Autor?

Politycki
"Wir bedauern, Ihr Roman passt nicht in unserer Verlagsprogramm." Birgit Politycki griff in ihrem Vortrag diese Floskel auf und vermittelte einen Blick hinter die Kulissen der Verlage. Sie nannte Entscheidungskriterien für die Aufnahme oder Ablehnung eingesandter Manuskripte, erklärte die Funktion der verschiedenen Abteilungen innerhalb eines Verlages und bot so die Möglichkeit, gezielte Ansprechpartner zu suchen. Darüber hinaus wurden Tipps gegeben, wie man als Autor den Auftritt im Verlag schriftlich und persönlich professionalisieren kann. Sie beantwortete den Teilnehmern geduldig Rede und Antwort.

(Buchhändlerin, seit 20 Jahren in der Buchbranche tätig, langjährige Pressearbeit im Rogner & Bernhard Verlag. 1998 gründete sie mit Annette Pauw das Literatur- und Pressebüro Pauw & Politycki in Hamburg)

 Politycki



Protagonisten erschaffen: glaubwürdig, lebendig, außergewöhnlich
Titus Müller
Wollen Sie, dass die Leser Ihren Protagonisten am Mittagstisch einen Stuhl freihalten? Wollen Sie, dass sie von ihnen träumen und ihnen Postkarten aus dem Urlaub schreiben, weil sie sie einfach nicht vergessen können? Titus Müller erklärte uns, warum es dafür mitunter notwendig ist, die Protagonisten unsympathisch zu machen. Außerdem lernten die Zuhörer "überlebensgroße Charaktere" kennen und zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, zentrale Gestalten für eine Geschichte zum Leben zu erwecken.


(Erzählungen und Kurzprosa bei Bastei Lübbe, im Heyne Verlag und auf der Website des SPIEGEL. Im Aufbau Taschenbuch Verlag erschien zuletzt sein Roman "Die Priestertochter", "ein erstaunlicher Bucherfolg von einem erstaunlichen Autor" (Hessischer Rundfunk).



Titus








Frick

Als Genrethema hatte ich Klaus N. Frick mit dem Thema Sciencefiction eingeladen. Welche Anforderungen stellen Lesepublikum und Buchhandel an das Genre SF? Wie schreibt man einen SF-Roman, eine SF-Kurzgeschichte so, dass sie die speziellen Bedürfnisse der Leser dieses Genres erfüllt? Wo wird SF veröffentlicht, und wo ist es möglich, einen Einstieg als Autor zu finden? Ein Seminar über den Markt in Deutschland und über die unausgesprochenen Gesetze des Genres.


(Mitarbeit an einer Tageszeitung und diversen Zeitschriften, dann freier Lektor. 1992 begann Frick seine Tätigkeit als Lektor und Redakteur der PERRY RHODAN-Serie, heute ist er als Redaktionsleiter für den redaktionellen Inhalt aller PERRY RHODAN-Reihen verantwortlich)

Klaus Frick



In dieser kurzen Zeit, ist es natürlich nicht möglich die Themen vollständig und tiefgründig abzuhandeln. Ich wollte den Teilnehmern die Möglichkeit geben einen Einblick zu bekommen und sich vielleicht mit einem neuen Genre vertraut zu machen.


Die Nürnberger Nachrichten wurden wieder informiert; sie bracten einen Artikel über die Lesung am Vortag

NN Bericht Lesung



Nicht nur aus Nürnberg und der näheren Umgebung - aus allen Ecken Deutschlands und diesmal sogar aus Österreich strömten die Schreiberlinge wieder in die Frankenmetropole. So reisten Teilnehmer aus Hamburg, Köln und dem Saarland an. So erfuhr ich nun, wo die schöne Stadt Prestewitz liegt. Aus München und Augsburg, aus Stuttgart, Bottrop, Frankfurt und Gelesenkirchen konnte ich bekannte Gesichter wieder begrüßen.

Ich hatte versucht günstige Pensionen zu finden, die sowohl in Bahnhofsnähe als auch nicht weit weg vom Veranstaltungsort lagen. So kamen etliche Teilnehmer im "Schwänlein" unter. Diesmal passierte keine Panne; letztes Jahr hatte sich eine Teilnehmerin in einem Stundenhotel im Rotlichtviertel einquartiert. Das Sexlokal nebenan hatte sie damals hoffentlich zu einer Geschichte inspiriert. Wie heißt es doch so schön: Wenn man eine Reise tut, dann...

Auch Petrus meinte es wieder gut mit uns. Das Wetter war sonnig, so dass im Garten des Krakauer Hauses aufgedeckt werden konnte. Die Schnitzel hatten das Format eines "Klodeckels" und der Sonderwunsch eines Autors "Kloß mit Soß" entsprach etwa Kinderkopfgröße - davon dann gleich Stück! Die Bedienung war flott und freundlich. Die Dozenten standen auch in den Pausen für alle Fragen offen und haben ihr bestes gegeben. Je nach Mentalität und auch Thema war der Vortrag lebendig, strukturiert oder sachlich.

Das Seminar rundete sich ab durch verschieden vorgetragene Texte der Teilnehmer. Herr Bartsch und Herr Dr. Vollath gaben zu, einen Adrenalinspiegel wie ein Marathonläufer zu haben und sich wie bei Examensarbeiten zu fühlen.



Rüdiger Bartsch
Rainer Vollath
Rüdiger Bartsch
Dr. Rainer Vollath

 

Als nächstes meldeten sich Frau Büttner und Frau Zimmermann zu Wort. Frau Büttner referierte, ohne sich dabei die Zunge zu brechen von "grünem Schleim" in Geschirrspülern und Frau Zimmermann erzählte die wahren Hintergründe von Rotkäppchen, denn der Wolf wollte die arme Großmutter eigentlich gar nicht fressen.



Frau Büttner
Anca Zimmermann
Heidi Büttner
Anca Zimmermann


Herr Wirner gab einen Reisebericht über das "Fränkische" zum Besten und Frau Dr. Rommel gab an, dass Bananen auch grün, blau oder blassrosa sein könnten.


Konrad Wirner

Dr. Rommel
Konrad Wirner
Dr. Rommel



Großen Beifall erntete Jochen Sommer mit einem Auszug aus seinem Buch "Carmen im Kopfhörer" und Frau Orthmann beschloss den Reigen der Vortragenden. Wie sie in ihrem Feed-back meinte: Textarbeit bringt mit einem Kritiker wie Herrn Frick sicher allen etwas.


Jochen Sommer
Doreen Orthmann
Jochen Sommer
Doreen Orthmann


Für den einen oder anderen Vortragenden war dies die erste Lesung vor Publikum. Da Musik zum Entspannen immer recht ankommt, habe ich als kleine Überraschung einen Pianisten - Anton Sperling - eingeladen.

Anton Sperling
Anton Sperling




Allen Gästen gerecht zu werden, wird wohl ein Unding bleiben, denn jeder hat andere Erwartungen und Vorstellungen. Viele Anregungen habe ich bekommen: Krimi, Kinderbuch, Lektorat, Stilkunde, Urheberrecht, Hörspiel...


Das Wichtigste war wohl, dass sich Gleichgesinnte treffen und austauschen können. Offen sein für andere Genre, sich wieder in Erinnerung führen, wie man sein Handwerkszeug verbessern kann und einen Spannungsbogen aufbaut. Solche Seminare geben Auftrieb an sich zu arbeiten und Ideen in die Tat umzusetzen.


So schrieb ein Autor: „Als ich herkam, hielt ich mich für einen Autor. Jetzt bin ich frustriert und frage mich, ob ich jemals den Ansprüchen genügen werde. Warum habe ich jemals mit dem Schreiben angefangen? Aber: Werde ich weiter machen? Vielleicht. Wahrscheinlich. Nein, bestimmt!
Scribo, ergo sum“


Die sehr positiven Rückmeldungen erm
utigen wieder Autorentreffen, hier in Nürnberg, zu veranstalten.

Feed back:

Organisation und Herzlichkeit hat mir gut gefallen. Die Auswahl der Dozenten war passend. Ich habe mich gut betreut gefühlt, fast ein wenig wie „Familie“. Wertvolle Kontakte wurde geknüpft
(Doreen OrthmanFn)

perfekt durchorganisierte Veranstaltung,lockere Athmosphäre, unkompliziert, sehr viel Input, sinnvoll und hilfreich, kompetente und gute Vortragende,interessante TeilnehmerInnen, von AmateurInnen bis Profis,schöne Stadt, wunderbarer VA-Raum,Musik tut grad sehr gut,ein großes Dankeschön für die liebevolle Betreuung
(Helmi Schausberger)

Das Autorentreffen war eine gute Gelegenheit Kollegen zu treffen, sich auszutauschen.Frau Politycki hat nicht grundsätzlich neue Gedanken geäußert, trotzdem war es nachdenkenswert.Titus Müller war in seiner gewohnten Art sehr erfrischend in seinem Vortrag,Herr Frick hat sehr gute Infomrationen geliefert, obwohl ich mit der Thematik nicht (oder noch nicht) viel anfangen kann.
(Gudrun Kropp)

Hervorragend organisierte Veranstaltung, Timing, Inhalte und Dozenten stimmten. Besonders die Nähe zu den Vortragenden und die damit verbundene Möglichkeit Fragen zu stellen war beispielhaft

Ein interessanter Tag mit toller Atmosphäre. Die Vorträge waren locker und gelöst und es blieben keine Fragen offen. Ein sehr lehrreiches und motivierender Tag unter „seinesgleichen“. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr! Und natürlich ein riesiges Lob für Frau Schmid-Spreer die alles so perfekt und herzlich organisiert hat. Danke!
(Katharina Storck)

Ich war das erste Mal dabei und es hat mir sehr, sehr, sehr gut gefallen: tolle, lockere Stimmung; nette, interessante Leute; gute und vielseitige Information! Ich bin jetzt hochmotiviert weiter zu schreiben und beim nächsten Mal sicher wieder dabei!

Das Treffen gefällt mir gut. Die Seminare waren sehr informativ, erfrischend und Horizont erweiternd. Die Organisation ist Spitze! Weiter so! Ich bin froh, dass ich trotz vorheriger Erschöpfung gekommen bin. Danke!

Sehr gut organisiert und informativ!

Ein rundum gelungener Tag. Ich konnte viele Informationen sammeln.

Es war ein sehr schönes Seminar – ganz großes Lob der hervorragenden Organisation. Vielen Dank auch für die üppige Verpflegung. (Roland Rosenbauer)

Gute Organisation, viele nette Kontakte und viele Tipps – ich nehme viel mit nach Hause, das sich hoffentlich gut auf die Arbeit auswirken wird.

Zuerst ein großes Lob: Hervorragend organisiert und umgesetzt. Meine Erwartungen hat dieses Seminar übertroffen und ich gehe mit neuem Elan an meine schriftstellerische Arbeit. Vielen Dank!

Gute Konzeption, Musikeinlage sehr positiv, Danke!
(Dr. Rommel)

Sehr liebevoll gestaltetes Seminar in familiärer Atmosphäre, wo man sich gerne zusammen setzt und Erfahrungen austauscht.

Das Seminar wurde sehr gut organisiert, die Referenten waren ebenfalls Klasse.

Alles: Organisation – ReferentInnen,Unterlagen – Betreuung, Verpflegung, Gestaltung = hat mir PRIMA gefallen. Mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit gestaltetes Seminar = SEHR ANGENEHM.
Herzlichen Dank (Marlene Klaus)

Sehr gelungene, kompakte Veranstaltung, vor allem Seminar I

Es war – wie im letzten Jahr – sehr informativ und hat mir gut gefallen.

Informatives Seminar, gutes Essen

Sehr gute Organisation, prima Essen (Reichlichst!!!) Lokalität war gut gewählt (Bildungszentrum, Krakauer Haus)

sehr gut betreut, an alles gedacht,einheitliche Reader für das gesamte Seminar wäre noch schön gewesen! Dozenten zum Ansprechen, gute Kommunikationsebene (Tanja Schurkus)

Toll organisiert!

gute Präsentationen – angenehmes Klima, Kompliment! Vielleicht könnte man bei zukünftigen Gelegenheiten eine Art Zusammenfassung als Gedankenstütze erstellen, sofern dies organisatorisch machbar ist.

tolle Vorträge, informativ und unterhaltsam, danke!!!

Alles war fabelhaft vorbereitet. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Interessant war es allemal. Sollte es ein nächstes Treffen geben, wäre ich gerne wieder dabei!
(Paul Dahl)

Es war wieder – wie beim ersten Mal – ein interessanter Tag. Vor allem wollte ich Titus Müller hören; meine Erwartungen sind voll erfüllt worden. (Gisela Czerny)

Vielen Dank an Frau Schmid-Spreer für die hervorragende Organisation und an die Lektoren für ihre aufschlussreichen Vorträge und ihre Geduld bei unseren vielen Fragen! Und die Idee mit dem Pianisten war toll! (Anca Zimmermann)

War Klasse und kurzweilig!

Seminar gefiel mir gut! Fragemöglichkeiten sehr gut

Der Teil mit Frau Politycki war am besten, sehr spannend, da ihr Wissen einen konkret interessiert hat. Eigene Erfahrungen von Profis will man hören – also auch Teil III. Überflüssig finde ich theoretisch Abhandlungen wie über die Protagonisten, das kann man überall nachlesen. Piano-Einlage sehr gut!

1. Teil für mich zu lang, zu SF hätte parallel was anderes laufen können, weil es mich nicht so sehr interessiert, Titus Müller war am Erfrischendsten, Super-Organisation!

gute Atmosphäre, nette Teilnehmer, beim nächsten Mal Kaffee?, sehr wertvoll: die Kontakte zu anderen Schreibenden, Thema SF war für mich persönlich eher uninteressant

Danke, war einfach toll!




Bildergalerie der Teilnehmer




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man unterhält...
sich angeregt...
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was...
erwartet...
uns wohl?
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entspannt!
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aufmerksam und
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fleißig mitschreiben
Titus als Zuhörer
Schnitzel und Salat im Krakauer Haus
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was machen andere Schreiberlinge so?

Vorbereitungen
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Abendessen
im Marientorzwinger





über die Lesung am 09.10. in der Grauerschen Buchhandlung veröffentlichte der Perry Rhodan Club ARGE FESTAK eine Galerie:


zum Generieren von Plots zwei Software Tips von Teilnehmer Stefan Schmock:

Story Lines und QuickPlot ; diese und weitere Software-Tips auf seiner Seite nachzulesen


einige Teilnehmer haben Textproben eingesandt, die hier veröffentlicht sind.